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Website-Relaunch für KEIM Farben

Bereits 1878 patentierte der Forscher Adolf Wilhelm Keim die Silikatfarbe, die in der Fassadengestaltung bis heute einen Maßstab für Qualität, Schutz, Dauerhaftigkeit und Lichtechtheit darstellt. Seit jeher perfektioniert das Unternehmen KEIM kontinuierlich die Entwicklung mineralischer Farben und ist mit seiner langen Tradition ein führendes Unternehmen in der Branche.

Für KEIM als B2B- und B2C-Unternehmen eröffnen vor allem digitale Vertriebskanäle den Zugang zu relevanten Märkten und den Dialog mit den Zielgruppen. Sowohl Geschäfts- als auch Privatkund:innen sollten sich auf der Website von KEIM problemlos zurechtfinden. Dafür entwickelte zeroseven über einen Design Sprint schon 2018 ein Online-Farbtool, welches bei der Wahl des richtigen Produkts unterstützt. 2021 folgte der Startschuss für die Umsetzung einer brandneuen Corporate Website von KEIM Farben.

Das Projekt für den Website-Relaunch begann mit einem Digital Branding Workshop. Ziel war es, die zielgruppenbezogenen Erfahrungen aller Workshop-Teilnehmer in Einklang mit einem ganzheitlichen, unverwechselbaren Markenauftritt zu bringen.

Neue Impulse dank „Mobile first“

Lange galt die Handwerkerbranche als eine eher konservative Zielgruppe, die sich eher über stationäre Touchpoints informiert als digital mit Desktop-Rechner und Co. Entgegen dieser Haltung und bisherigen Besucherzahlen legten wir den Fokus bei der Gestaltung und Entwicklung auf die Optimierung für mobile Endgeräte („mobile first“), um die verstaubten Annahmen über diese Zielgruppe mit einer mutigen, zukunftsgerichteten Strategie zu durchbrechen.

Dynamisches Design für lebendige Farbe

Die gestalterische Entwicklung der Website stand unter dem Leitsatz „Farbe erleben“, den KEIM lebt wie kaum ein anderes Unternehmen der Branche. Die zentralen Steuerelemente und Buttons der Website bewegen sich organisch zur Maus- oder Touchsteuerung. An vielen Punkten der Website werden Hintergrundfarben via Algorithmus geladen und wechseln sich ab. So wirkt die Seite immer wieder neu und lebendig.

Auch das Navigationskonzept greift KEIMs Leitsatz auf. Gelangt der User über eine Landingpage oder eine Verlinkung z. B. von Google auf die KEIM-Website, kann er sich durch Klick aufs Navigationsmenü jederzeit schnell orientieren: Dort ist der geöffnete Pfad farblich hervorgehoben.

PIM/MAM-System mit individueller Schnittstelle

Eine Herausforderung bei KEIM war, dass User aus unterschiedlichen Märkten und Ländern mit unterschiedlichen, länderspezifischen Inhalten angesprochen werden sollen. Da bereits die vorherige Website und das Online-Farbtool mit TYPO3 entwickelt wurden, war klar, dass auch für den Website-Relaunch TYPO3 verwendet wird. Die Anforderungen an die Technologie waren von Anfang an klar. Bereits in der Konzeptionsphase stellten wir KEIM eine Instanzen für den Test des Sprach-Länder-Konzepts der Website zur Verfügung. Bei TYPO3 kann Grundsätzlich nur eine Sprachauswahl für die Website aufgesetzt werden. Nach intensiven Tests zeigte sich, dass ein gemischtes Konzept mit Sprach- und Länderauswahl die ideale Lösung für KEIM wäre. Weil TYPO3 das nicht abdeckt, musste eine alternative Lösung her. Eine weitere Challenge dabei war, dass der Großteil der Website über ein PIM/MAM-System gespeist wird. Wir entwickelten also eine Schnittstelle, die die Daten vom PIM/MAM-System so empfängt, dass sie die Zuordnung zu Land und Sprache erkennt und die Daten entsprechend in TYPO3 ausgibt.

Die Anbindung an ein PIM/MAM-System machte die damit verbundene Schnittstelle und deren Logik zum technologischen Herzstück der Website. Über das PIM/MAM System pflegt und verwaltet KEIM intern sämtliche Produkte und Referenzen. Ein Eingriff in Form von inhaltlicher Pflege innerhalb von TYPO3 war somit nicht notwendig. Lediglich das Anreichern der Inhalte zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder zur erweiterten Ausgestaltung der Seiten erfolgt in TYPO3.

 

Der Vorteil des Imports der Bilddaten über ein PIM/MAM-System ist, dass sie dadurch mehrheitlich hochauflösend vorliegen. Somit konnte der gesamte Renderingprozess der Bilder auf TYPO3-Seite verlagert werden, was die Verwaltung der Bilder deutlich vereinfacht.
Die Entwicklung einer komplexen Schnittstelle zur Datenübertragung ist herausfordernd, weil sie verschiedenste Fälle und Eventualitäten abdecken muss. In enger Zusammenarbeit mit SDZeCOM, dem betreuenden Dienstleister des PIM/MAM-Systems, meisterten wir diese Aufgabe erfolgreich. Da der Zeitplan strikt war und wir mit ausführlichen Testphasen arbeiteten, konnten wir den Mitarbeiter:innen von KEIM frühzeitig einen Zugang zum TYPO3-Backend bereitstellen. Die Pflege der Inhalte war somit ab einem gewissen Zeitpunkt parallel zur Entwicklung und losgelöst von der Anbindung der Schnittstelle möglich. Mit Fertigstellung der Schnittstelle wurde das System dann mit den fehlenden Inhalten befüllt.

Aufgrund des vielschichtigen Sprach- und Länderkonzepts waren auch SEO-Anpassungen notwendig – insbesondere die Umstellung von zahlreichen Subdomains auf eine zentrale Domain und eine SEO-kompatible URL-Struktur. Schon während der Website-Entwicklung bereiteten wir diese Umstellung vor, sodass pünktlich zum Livegang der Website die neue URL-Struktur eingesetzt werden konnte.

Titelbild: Copyright von Gebrüder Fritz

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Thomas Seruset CEO - Geschäftsführender Gesellschafter
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