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28.01.2026

LLMS.txt – machen oder lassen?

Seien wir mal ehrlich.

Würden Sie nicht auch lieber eine kurze, prägnante Antwort statt eines endlos langen Blogartikels lesen?
Genau das ist die Idee hinter der llms.txt – eine Art Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte Ihrer Website, damit KI-Systeme diese schneller erfassen und besser verstehen.

Hier also die kurze Antwort auf die Frage, ob sich die llms.txt-Datei lohnt:

Falls sie eine Website betreiben, die regelmäßig von KI-Crawlern besucht wird oder sicherstellen möchten, dass Ihre Inhalte in KI-generierten Antworten erscheinen, sollten Sie sich mit llms.txt beschäftigen. 
Für alle, die wissen wollen, was hinter diese Datei steckt, wie sie funktioniert und ob sich der Aufwand lohnt, folgt hier die lange Antwort:

Was ist eine llms.txt-Datei?

Die llms.txt ist im Prinzip das Pendant zur klassischen robots.txt – nur eben für künstliche Intelligenzen. Während die robots.txt steuert, welche Seiten Suchmaschinen wie Google oder Bing indexieren dürfen, richtet sich die llms.txt an Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Claude, Perplexity oder Gemini.

Sie liegt im Hauptverzeichnis einer Website (z. B. www.ihre-domain.de/llms.txt) und informiert KI-Crawler darüber, ob und in welchem Umfang Inhalte gelesen, analysiert oder für Antworten verwendet werden dürfen.

Warum ist sie relevant?

Weil KI-Systeme das Netz längst systematisch crawlen – ähnlich wie Suchmaschinen.
Texte, FAQ-Seiten oder Produktbeschreibungen werden analysiert, um generative Antworten zu erzeugen.
Wenn Sie möchten, dass Ihre Marke, Ihre Expertise oder Ihre Produkte in solchen Antworten vorkommen, sollten Sie den Zugriff aktiv steuern.

Die llms.txt bietet:

  • Transparenz darüber, welche KI-Systeme auf Ihre Website zugreifen dürfen.
  • Kontrolle über Training, Indexierung und Nutzung Ihrer Inhalte.
  • Chancen, dass Ihre Inhalte in AI Overviews, ChatGPT Search oder Perplexity Cards erscheinen.

So sieht eine llms.txt-Datei aus

Beispiel: Offene, KI-freundliche Variante

# llms.txt – erlaubt Zugriff für KI-Systeme
User-Agent: *
Allow: /

# KI darf Inhalte für Training, Suche und Antworten verwenden
Data-Use: training, inference, search
Sitemap: www.ihre-domain.de/sitemap.xml
Contact: ai@ihre-domain.de

Diese Version signalisiert:

„Meine Inhalte dürfen von allen KI-Systemen gelesen, verstanden und in Antworten verwendet werden.“

Beispiel: Eingeschränkte Variante

User-Agent: OpenAI
Disallow: /

User-Agent: Google-Extended
Disallow: /

User-Agent: *
Disallow: /intern/

Damit blockieren Sie gezielt bestimmte Crawler oder schützen sensible Bereiche.
Tipp: Die Datei kann im einfachen Text- oder Markdown-Format erstellt werden. Wichtig ist, dass sie im Root-Verzeichnis der Domain liegt und sauber strukturiert ist.

Was passiert, wenn man keine Datei anlegt?

Dann entscheiden KI-Crawler selbst, ob und wie sie Inhalte nutzen.
Das ist aktuell kein rechtlicher Freifahrtschein, aber es bedeutet:
Ihre Inhalte können verwendet werden, ohne dass Sie es wissen oder kontrollieren.

Mit einer llms.txt oder ai.txt schaffen Sie also Klarheit, ob Sie den Zugang öffnen oder einschränken möchten.

Und was ist dann die ai.txt?

Die ai.txt ist der „kleine Bruder“ oder eine alternative Initiative zur gleichen Idee.
Während llms.txt vor allem von Tech-Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic verwendet wird, stammt die ai.txt-Spezifikation aus einem offenen Community-Projekt, das versucht, einen Standard für alle KI-Anbieter zu schaffen.

Beide Dateien erfüllen denselben Zweck: Transparenz schaffen und Rechte an den eigenen Inhalten wahren.

Best Practices für Website-Betreiber

  • 1. Datei im Root-Verzeichnis ablegen (www.domain.de/llms.txt)
  • 2. Sitemap und Kontaktadresse angeben
  • 3. Klare Allow-/Disallow-Regeln setzen
  • 4. Mit strukturierter Datenpflege kombinieren (Schema.org, JSON-LD)
  • 5. Regelmäßig prüfen, ob neue KI-Crawler auf dem Markt sind

llms.txt – tun oder lassen?

Wenn Ihre Website öffentlich zugänglich, inhaltlich stark und markenrelevant ist,
dann lohnt sich eine llms.txt.
Sie erhöht Ihre Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten und unterstützt Ihre Content-Strategie für Generative Search (GEO).

Wenn Sie dagegen vertrauliche Informationen oder urheberrechtlich sensible Inhalte veröffentlichen, sollten Sie den Zugriff einschränken oder komplett blockieren.

Am Ende gilt:

Mit einer llms.txt behalten Sie die Kontrolle, ob und was von der KI auf Ihrer Seite registriert wird. 

Die llms.txt ist kein Pflichtdokument, aber ein potenzielles strategisches Werkzeug, um Ihre Inhalte sichtbar, sicher und zukunftsfähig in der KI-Ära zu positionieren. Möchten Sie sich also der KI zielführend öffnen, ist die Datei mit geringem Aufwand womöglich ein großer Hebel.

Gerne helfen wir Ihnen eine passende llms.txt auf Ihrer Seite zu integrieren und helfen Ihnen überdies mit weiteren SEO-Tipps rund um GEO (Generative Engine Optimization), Werbung in den Google AI Overviews und klimafreundlichem Prompten.

Ich freue mich, Sie mit diesem Blogbeitrag auf dem neuesten Stand rund um das Thema Online-Marketing zu halten.

Kristof Fähndrich Online-Marketing
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