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Visual Identity Kit in der PAGE 12.2016

11. Januar 2017

Wie repräsentieren wir die Identität der Erde gegenüber fremden Planeten und außerirdischen Kulturen? Welche Sprache verwenden wir als Grundlage zur Kommunikation? Welche visuellen oder haptischen Erfahrungen vermitteln wir?

All diese Fragestellungen widmen sich der grundlegenden Funktionsweise von Kommunikation mit unbekannten Kulturen und wurden von unserem Dual Studenten Philip Walch für sein Semesterhauptprojekt im Bachelorstudiengangs Mediendesign an der Dualen Hochschule Baden Württemberg in Ravensburg aufgegriffen.

Das Resultat

Auf geometrischen Grundformen basierende Kartenvisualisierungen stellen in abstrahierter Form sechs Systeme und Gesetzmäßigkeiten vor, welche aus der Eigenwahrnehmung das Leben auf der Erde bestimmen. Hierbei handelt es sich um die Darstellung von Leben, Entwicklung, Kreislauf, Vielfalt, Vernetzung und Ursprung.

Um die Nachricht verstehen zu können, muss sie entschlüsselt werden. Die Möglichkeit einen Schlüssel mitzuliefern besteht nicht, da dieser zum Verständnis der Nachricht erst decodiert werden muss.

Sender Empfänger - Modell neu gedacht

Als sprachliche Grundlage zur Kommunikation verwendete Philip Walch das Prinzip der Logik. „Denn nur wer in der Lage ist logische Verknüpfungen zu konstruieren, ist für mich auch in der Lage die Nachricht einer fremden Lebensform zu verstehen und zu beantworten“. Der Schlüssel ist sozusagen schon in Form von logischem Denken in der fremden Lebensform enthalten. Unterstützt wurde die Sprache der Logik durch die Gestaltung. So wurde durch die Karten selbst und dessen Gestaltung das Binärsystem und das Gesetz der Dualität aufgegriffen. Hieraus lassen sich einige logische Schlüsse wie hell und dunkel, positiv und negativ sowie die Zweiseitigkeit eines Objektes ziehen.

Gestalterisch wurde der Kontrast hauptsächlich durch ein Schwarz-Weiß-Design prominent umgesetzt, um etwaige Kommunikationsbarrieren, wie Kontrastprobleme durch Farbenblindheit zu vermeiden. Es wurde darauf geachtet, dass die Karten in jeder Leserichtung entschlüsselt werden können.

Das visuelle Erlebnis wurde für jede Karte um ein haptisches Erlebnis wie z. B. eine Prägung, Bestickung, Wassereinschluss sowie Veredelungen mit Materialien wie Bast, Holz, Rinde, Plastik und Stoff erweitert. Dadurch kann die fremde Lebensform mit den Karten interagieren, und lernen sie zu verstehen.

Erweitert wurde das Kartenset durch eine gebrandete Flasche Wasser und einer Flagge mit einem selbstentworfenen, kulturunabhängigen Logo für die Erde.

So entstand am Ende ein Visual Identity Kit für unseren Planten.

Der Original-Artikel kann nachgelesen werden unter http://page-online.de/kreation/visitenkarte-der-erde/

 


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