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02.08.2021

Große Typografen: Stanley Morison

Stanley Morison wurde am 6. Mai 1889 in Wanstead bei London geboren. Nachdem er die Schule abgebrochen hatte, schlug er sich eine Zeit lang als Bürogehilfe, später als Kaufmann durch. Während dieser Zeit bildete er sich selbst in den üblichen Schulfächern, aber auch in Philosophie und Paläografie stetig weiter.

In seiner Freizeit besuchte er regelmäßig das Britische Museum, dort interessierten ihn vor allem die hin und wieder ausgestellten Manuskripte und Drucke der frühen Druckkunst.

1913 fing Morison bei „The Imprint”, einem neuen Druckmagazin, an. Nach nur sechs Monaten war das Ende von „The Imprint” abzusehen und er wechselte in einen anderen Zweig des Familienunternehmens, in einen Verlag für katholische Literatur. 1914 verweigerte er den Kriegsdienst und musste ins Gefängnis.

Ab 1919 arbeitete Morison bei „The Pelican Press”, wo er die Gestaltung der Bücher betreute. Nach nur drei Jahren verließ Morison „The Pelican Press”, um als Typograf bei „The Cloister Press” in Manchester zu arbeiten.

Wiederum dauerte es gerade einmal zwei Jahre, bis Morison eine neue Herausforderung suchte.

Er wurde Mitherausgeber des typografischen Magazins „The Fleuron”, das 1923 zum ersten Mal erschien. Insgesamt wurden sieben Ausgaben produziert, die letzte erschien 1930. Morisons erste Kontakte zur Tageszeitung „The Times” waren 1929. Die „Times” galt damals als beste Zeitung der Welt. Bis 1960 war Morison dort typografischer Berater. 1932 entwickelte er die bis heute wahrscheinlich erfolgreichste Schrift „Times New Roman”. Zum ersten Mal erschien „The Times” in ihrem neuen Gewand am 3. Oktober 1932.

Morison starb am 11. Oktober 1967 in London.

Ich freue mich, Sie mit diesem Blogbeitrag zu inspirieren, die Welt durch einzigartiges Design mitzugestalten.

Thomas Seruset CEO - Geschäftsführender Gesellschafter
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